Das Soniqtwist Verfahren ist ein Fügeprozeß, der zwischen Vibrations- und Ultraschallschweißen einzuordnen ist. Es zeichnet sich zum Einen durch eine sehr geringe mechanische Belastung der zu fügenden Bauteile aus, was den Einsatz in der Nähe von hoch empfindlichen wie z.B elektronischen Bauteilen zuläßt und zum Anderen wird das Fügen neuer Materialpaarungen möglich.
Mit SONIQTWIST lassen sich neben den mit herkömmlichen Ultraschallschweissverfahren zu verbindenden Materialien auch Materialpaarungen wie Thermoplast/Duroplast oder Aluminium/Stahl fügen.
Ein SONIQTWIST Generator gibt eine Frequenz von 20 kHz vor und ist mit einem HF-Kabel mit dem Konverter verbunden, der in 90 Grad zur Booster-Sonotrodenkombination steht.
Es können bis zu vier Konverter an einer Sonotrode zum Einsatz kommen. Deshalb steht eine maximale Leistung von 12kW zur Verfügung.
Die Sonotrode nimmt die torsionale Anregung über den Booster auf und bewegt sich mit einer Frequenz von 20 kHz reversierend mit einer Amplitude von ca 40µm. Durch die hohe Frequenz ist eine sehr große Energieeintragung in kürzester Zeit möglich. (i.d.R.<1,0 sek.)
Nach Abschaltung des Ultraschalls steht die Sonotrode sofort wieder in ihrer Ausgangsstellung. Es entsteht keinerlei Teileversatz.
Das Verfahren kommt ohne äußere Wärmezufuhr aus. Die Sonotrode kontaktiert das obere der zu verschweißenden Teile.
Diese Bewegung und der Schweißdruck erzeugen zwischen den Fügepartnern eine Grenzflächen- und Molekularreibung, die in der Nähe der Nahtzone über die Schmelztemperatur den Kunststoff plastifizieren.
Wir erkennen drei verschiedene Prozessphasen:
I: Reine Feststoffreibung
II: Teilweiser Beginn der Plastifizierung
III: Es findet die stationäre Schmelzebildung statt